Pilotprojekt Lehmbau

In den Dörfern Bangladeschs werden die meisten Häuser aus Lehm gebaut. Leider werden die Häuser oft durch Fehler in der Bauweise durch starken Regen und Überschwemmungen beschädigt. In den meisten Gegenden sind die Häuser aufgrund der Beschaffenheit des Lehmes einstöckig, wodurch der knappe Platz nicht optimal genützt wird. Die Architektin Anna Heringer aus Laufen an der Salzach hat während ihrer zahlreichen Bangladesch-Aufenthalte die einheimische Lehmbautechnik erforscht und Möglichkeiten zur Verbesserung der traditionellen Bauweise gefunden. Dadurch sollen die Häuser den oft sehr starken Regenfällen besser standhalten und es wird auch in Gegenden, in denen bisher nur einstöckige Häuser gebaut wurden, möglich, zweistöckig zu bauen. Im Jahr 2005 hat Anna Heringer gemeinsam mit ihrem Kollegen Eike Roswag und ihrem Team ein mittlerweile mehrfach preisgekröntes zweistöckiges Schulgebäude für METI aus Lehm und Bambus errichtet. 2007 erhielten sie für das Gebäude den renommierten Aga Khan Preis für Architektur. Seither stößt der Lehmbau auch unter bengalischen Architekten auf großes Interesse und die traditionelle Baukunst wird wieder entdeckt. In den Jahren 2007/8 wurde in Rudrapur ein weiteres von Anna Heringer geplantes zweistöckiges Lehmgebäude für das Projekt DESI errichtet. Auf dem Dach des Gebäudes wurde eine Solaranlage installiert, wodurch das Gebäude unabhängig von der öffentlichen Energieversorgung ist. Jakob Schaub, der das Projekte DESI initiiert hatte, wurde für die Solaranlage mit dem Schweizer Solarpreis 2009 ausgezeichnet.

Shanti hat durch die Unterstützung dieser Pilotprojekte, einen Beitrag zur Verbreitung einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Architektur in Bangladesch zu leisten. Shanti unterstützt auch die Verwendung von Solarenergie, die in Bangladesch eine immer größere Bedeutung erlangt.

  • News
  • Mitgliedschaft
  • Freiwilligeneinsätze
  • Publikationen
  • Links