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GESCHICHTE DER IDEE
Nachdem die Shanti-Dipshikha Partnerschaft über 20 Jahre in den Dörfern
um Rudrapur im Distrikt Dinajpur mit integriertem Ansatz bedürfnisorientierte
Entwicklungsarbeit Bildungsarbeit, Gruppenbildung, Förderung von
Landwirtschaft und Kleingewerbe vorrangig für die Armen geleistet
hat, geht es nun darum, diese Pionierarbeit an der »Graswurzel«
über die Heranbildung von Verantwortungsträgern für die
nächste Generation zu sichern. METI soll die erfahrungsgespeist Dipshikha
Philosophie einer »menschlichen Entwicklung« für die
nächste Generation fruchtbar machen: unternehmerisch begabte junge
Menschen fördern und über einen ganzheitliche Erziehungsansatz
gemeinschaftsfördernde Persönlichkeiten formen. Diese sollen
die leitende Verantwortung in der nächsten Generation für die
Region sichern. Über eine Schule bis Klasse 8 für Kinder der
Region, anschließende Begleitung und Förderung durch Stipendien
und gezielte Fortbildung der gegenwärtigen Mitarbeiter sollen ermutigende
Vorversuche eines bereits laufenden Pilotprojektes in die Tat umgesetzt
werden. Der Funke »Hoffnung«, der Dipshikha für die Menschen
in der Region geworden ist, wird damit an die nächste Generation
weitergegeben.
ERZIEHUNGSANSATZ IN METI
Der Respekt vor dem Kind, seinen Möglichkeiten und seiner Verletzlichkeit,
ist das was die Lehrer/Innen zuerst aufbringen müssen, um zum »Geburtshelfer«
(»facilitators«) einer heranwachsenden Persönlichkeit
zu werden. Ihre Aufgabe ist es, den Rahmen zu schaffen, in dem die Kinder
ihren Charakter formen und im praktischen Tun sowohl soziale als auch
technische Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickeln können. Meti
will eine ganzheitliche menschliche Entwicklung fördern, bei der
Bildung und Ausbildung mit handwerklicher Praxis verbunden sind. Meti
bietet den Kindern bewußt die Möglichkeit, Routine und Zeitmanagement
einzuüben. Die Kinder sind den ganzen Tag in der Schule und nehmen
keine Aufgaben mit nach Hause. Zur Förderung von Selbstverantwortung
und selbstbestimmtem Tun werden Möglichkeiten der freien Arbeit und
des eigenständigen Lernens geboten. Andererseits sollen Diskussionen
und das Lernen in der Gruppe selbstkritisches und soziales Verhalten als
Selbstverständlichkeit einüben. Selbstbesinnung und Meditation
aber auch Tanz in der Gruppe gehören zum Lernalltag wie Töpfern,
Lesen, Schreiben, Rechnen, Knobelspiele und das Angebot von Englischunterricht.
Derartig organisiertes angstfreies Lernen und von Freude bestimmte Atmosphäre
in Bangladesh das hat es noch nie gegeben – schon gar nicht in der
ländlichen Region Bangladeschs.
DIE SCHULE
Im Herbst 2005 enstanden bei unserem Partner Dipshikha im Modern Education
Training Institute (METI) durch die Errichtung eines neuen Schulgebäudes
sechs neue Klassenzimmer, die weit mehr sind als beliebige Räume.
Es ist eine gebaute Vision: Ost und West legte gemeinsam Hand an, um eine
Basis für eine hoch motivierte Jugend in einer der ärmsten Gegenden
der Welt zu bauen – ein Haus der Bildung und Entwicklung. »Die
Schule soll bauliches Leitbild für die dörflichen Gegenden sein«,
das haben wir ursprünglich als Ziel verfasst. Und es ist wirklich
zum Leitbild geworden und das nicht nur auf baulicher Ebene. Die Wertschätzung
der eigenen Ressourcen und Fähigkeiten ist eine Aufwertung der eigenen
Kultur, der eigenen, persönlichen Fähigkeiten, die zum begeisternden
Lichtfunken – »Dipshikha« wird. Und diese Begeisterung
ist es, die Kraft schenkt, gemeinsam weiterzuarbeiten, an der Zukunft
für ein wunderbares Land, dessen Gastfreundschaft und Herzlichkeit
wir jedes Mal genießen. Die Entwicklungsprobleme in Bangladesch
sind immer noch immens. Wir können mit unserem METI-Schulbau nur
»einen Tropfen auf den heißen Stein« liefern, doch vielleicht
ist dieser Tropfen der Beginn eines großen Monsunregens, der viel
Fruchtbarkeit bewirkt. Wir sind davon überzeugt, dass in den aufgeweckten,
selbstkritischen, selbstbewussten und kreativen Schülern und Schülerinnen
der METI–Schule ein großes Potenzial zu einer zukunftsfähigen
Entwicklung des ländlichen Raumes liegt. Die Ballungsräume der
großen Städte sind auf dem Weg ins Chaos. Wir arbeiten gemeinsam
mit unseren bengalischen Partnerorganisationen Dipshikha und ASSB dafür,
das Dorf zum Sprungbrett für die Zukunft zu machen
Shanti e.V. bietet verschiedene
Möglichkeiten das Projekt »METI Schule« partnerschaftlich
mitzutragen. Ihr Beitrag gibt Dipshikha die Chance, diese Schule zu finanzieren.
MACHEN SIE MIT UND WERDEN SIE PARTNER
Pflanzen Sie/ pflanze einen Baum, um die Umwelt in Bangladesch zu schützen
und die Zukunft eines Kindes zu sichern. In 20 Jahren ist der Baum soviel
wert wie ein Jahresstipendium.
1 Baum = 10 Euro/ 15 Schweizer Franken
Schenken Sie/ schenke arbeitslosen Jugendlichen eine Perspektive mit der
Finanzierung einer Ausbildung.
Ausbildung = 150 Euro/ 234 Schweizer Franken
Ermöglichen Sie/ ermögliche mit einem Schulstipendium Kindern
die Chance auf eine gute Zukunft.
Stipendium für ein Kind = 20 Euro/ 31 Schweizer Franken pro Monat
oder 240 Euro/ 372 Schweizer Franken pro Jahr
Gute Bildung braucht qualifizierte Lehrer.
eine Lehrerfortbildung = 70 Euro/ 110 Schweizer Franken
Als Partner erhalten sie von uns aktuelle Informationen aus der Schule
in Bangladesch. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, eine Materialkiste
für den Unterricht zum Unkostenbeitrag von 20 Euro auszuleihen bei
Christine Karl: christinekarl@gmx.net
www.anna-heringer.com
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